Was wäre, wenn das ständige „Es allen recht machen“ nicht einfach nur anstrengend – sondern der leise Hauptgrund dafür wäre, dass deine Kreativität auf der Strecke bleibt?
In der ZEIT-Podcastfolge „Konfliktvermeidung: Warum Sie anderen alles recht machen wollen – und wie Sie das ändern“ geht es genau darum: People-Pleasing, die Angst vor Ablehnung – und wie du da wieder rauskommst. In diesem Artikel verbinde ich die Kerngedanken der Folge mit meinen Beiträgen in der Ideenschmiede, damit du aus der Theorie einen ganz konkreten kreativen Befreiungsschlag machen kannst – zum Beispiel mit dem Artikel „Schluss mit nett um jeden Preis – People-Pleasing und mentale Stärke“.
These: People-Pleasing ist ein Kreativitäts-Killer
Die Podcastfolge beschreibt People-Pleasing als erlerntes Schutzprogramm: Du sagst Ja, obwohl dein inneres System längst Nein schreit – aus Angst, nicht gemocht zu werden oder Konflikte auszulösen. Genau das greife ich in meinem Artikel „Schluss mit nett um jeden Preis – People-Pleasing und mentale Stärke“ auf: Nett-sein um jeden Preis frisst Energie, Fokus und deine eigenen Projekte.
Statt dich mit deinen Ideen zu zeigen, wirst du zur Service-Station für die Erwartungen anderer – freundlich, kompetent, erschöpft. Die Folge und viele psychologische Beiträge, etwa von Ulrike Bossmann im Video „Befrei dich vom schlechten Gewissen“, machen deutlich: Langfristig führt dieses Muster zu innerer Leere, Erschöpfung und dem Gefühl, „nicht wirklich man selbst“ zu sein.
Verbindung zur Ideenschmiede: Mentale Stärke als kreative Ressource
In der Ideenschmiede geht es immer wieder darum, wie du deine Kreativität gezielt trainieren kannst – etwa in „Training für den Ideenmuskel“ oder „Tauche ein in eine Welt voller Kreativität und Inspiration“. Doch dieser Ideenmuskel braucht Raum, Zeit und mentale Stabilität. Genau hier trifft die Podcastfolge ins Schwarze.
- In „Training für den Ideenmuskel“ zeige ich, wie du mit Methoden wie Brainstorming, Mind-Mapping und strukturierten Kreativprozessen verlässlich Ideen erzeugst – aber das funktioniert nur, wenn du nicht permanent im Pflicht-Modus für andere feststeckst.
- In „Was wir vermissen – und warum es uns fehlt (1)“ geht es um Fähigkeiten wie Fokus, Empathie und echtes Zuhören – alles Ressourcen, die du brauchst, um deine eigenen Bedürfnisse überhaupt wieder wahrzunehmen.
- In „Die neue Währung: Echtheit“ zeige ich, wie wichtig Authentizität im KI-Zeitalter ist – und wie gefährlich es ist, sich in Rollen zu verlieren, die nur noch Erwartungen bedienen.
Die Podcastfolge ergänzt diese Perspektiven, indem sie zeigt: Mentale Stärke bedeutet nicht, „alles zu schaffen“, sondern bewusst zu wählen, wofür du deine begrenzte Energie einsetzt.

Drei Ebenen, auf denen du People-Pleasing transformierst
In „Schluss mit nett um jeden Preis“ arbeite ich mit Mikro-, Meso- und Makroebene – ein Modell, das sich perfekt mit den Impulsen aus dem ZEIT-Podcast verbinden lässt.
1. Mikroebene: Dein innerer Dialog
Menschen mit starkem People-Pleasing-Anteil haben oft Sätze im Kopf wie: „Ich bin nur wertvoll, wenn ich nützlich bin“ oder „Wenn ich Nein sage, bin ich egoistisch.“ Die Expertinnen im ZEIT-Podcast und Autor:innen wie Emma Reed Turrell („Please Yourself“) zeigen, dass diese Glaubenssätze gelernt sind – und verlernbar.sabineerdmann+1
Hier helfen dir kreative Denkwerkzeuge, über die ich in „3 Kreativitätsmethoden, die du kennen solltest“ schreibe: Reverse Brainstorming, Mind-Mapping oder die Random-Word-Methode kannst du bewusst auf deine eigenen Glaubenssätze anwenden. Zum Beispiel: „Wie könnte ich mein Leben maximal verkomplizieren, indem ich es allen recht mache?“ – und daraus im nächsten Schritt das Gegenteil ableiten.
2. Mesoebene: Beziehungen und Projekte
Auf der Mesoebene – in Teams, Familien, kreativen Kooperationen – zeigt sich People-Pleasing sehr konkret: Du übernimmst Aufgaben, die nicht zu dir passen, du meldest dich in Meetings nicht, obwohl du eine starke Idee hast, du arbeitest an Projekten anderer, während deine eigenen in der Schublade bleiben.
In „Brainstorming vs. Brainwriting: Welche Methode bringt die besten Ideen?“ beschreibe ich, wie du Strukturen schaffen kannst, in denen alle Stimmen sichtbar werden – auch die leisen. Wenn du zu People-Pleasing neigst, ist Brainwriting oft leichter: Du bringst deine Ideen schriftlich ein, ohne im Rampenlicht zu stehen – ein sanfter Weg, deine Stimme zurückzuholen.
Ein spannender ergänzender Blick kommt aus der Leadership-Perspektive, etwa im YouTube-Video „People Pleaser: Wenn Führungskräfte keine Grenzen ziehen“. Dort wird deutlich, wie People-Pleasing ganze Teams lähmen kann – und warum Klarheit wichtiger ist als Harmonie.
3. Makroebene: Gesellschaftliche Erwartungen
Auf der Makroebene stehen gesellschaftliche Glaubenssätze: sei angenehm, sei verfügbar, sei kompromissbereit. In „Was wir vermissen – und warum es uns fehlt (1)“ zeige ich, wie unser System Empathie, Fokus und Verbindlichkeit zwar feiert, aber selten wirklich fördert.
People-Pleasing ist oft eine logische Reaktion auf diese Normen: Wer aneckt, riskiert Ablehnung. Kreativität bedeutet aber fast immer, Erwartungen zu irritieren – Kunst, Innovation und neue Ideen sind selten stromlinienförmig, wie du auch auf meiner künstlerischen Seite „ROLAND WEGERER – Performance based Media Art“ sehen kannst. Genau hier wird der Schritt aus dem People-Pleasing heraus zu einem kulturellen Statement: Du entscheidest dich, nicht nur funktional zu sein, sondern gestaltend.

Konkrete Tools: Von der Podcast-Theorie in deinen Alltag
Damit du aus der Podcastfolge und meinen Artikeln echten Mehrwert ziehst, hier vier Tools, die beide Welten verbinden.rolandwegerer+1
1. Der 10-Sekunden-Check vor jeder Zusage
Bevor du zusagst – Job, Gefallen, Projekt – nimm dir 10 Sekunden:
- Will ich das wirklich – oder will ich nur gefallen?
- Was kostet mich diese Zusage (Zeit, Energie, Fokus)?
- Welches eigene Projekt verschiebt sich dadurch nach hinten – vielleicht genau das, das du in „Warum ist es wichtig, Ideen umzusetzen?“ wieder in Erinnerung rufst?
Diese Mini-Pause verbindet den Fokus-Gedanken aus „Umgang mit der Informationsflut“ mit der Klarheit aus der Podcastfolge.
2. Ein mutiges Nein pro Woche
Statt dein Leben komplett umzubauen, starte klein – inspiriert von Kaizen und Mikroveränderungen, wie ich sie in „Training für den Ideenmuskel“ beschreibe. Nimm dir vor: Ein bewusstes Nein pro Woche, freundlich und klar – ohne dich danach drei Stunden zu rechtfertigen.
Ein gutes Begleitstück dazu ist der Podcast „People Pleasing adé – Dein Podcast für Leadership & Karriere mit Sanftmut & Stärke“, der genau diese Mischung aus Klarheit und Empathie in den Mittelpunkt stellt.
3. Deep-Work-Block nur für deine Projekte
Die ZEIT-Folge zeigt, wie Anpassung und permanente Verfügbarkeit in Erschöpfung führen. Setz dem einen klaren Gegenpol: einen täglichen oder wöchentlichen Deep-Work-Block, in dem du ausschließlich an deinen eigenen Ideen, künstlerischen Arbeiten oder Herzensprojekten arbeitest – ganz so, wie ich es in „Tauche ein in eine Welt voller Kreativität und Inspiration“ beschreibe.
Wenn du merkst, dass du in solchen Phasen in kreative Blockaden rutschst, kann dir der Artikel „Kreative Blockaden: Warum die Muse manchmal schweigt und wie du sie wieder erweckst“ helfen, wieder Zugang zu deiner inneren Quelle zu finden.
4. Kreativer Reframe deiner inneren Sätze
Nimm einen typischen People-Pleasing-Satz und spiel damit – wie mit einem kreativen Material,
- Ausgangssatz: „Ich muss nett sein, sonst mögen sie mich nicht.“
- Reframe 1: „Ich darf ehrlich sein, und die richtigen Menschen bleiben.“
- Reframe 2: „Wenn ich immer nur nett bin, kann niemand mein echtes Ich mögen.“
Solche Reframes sind im Grunde eine Form von lateralem Denken – du verlässt die ausgetretene Pfadlogik, wie ich es in meinen Kreativitätsartikeln und im künstlerischen Kontext auf artist.rolandwegerer.at immer wieder nutze.
Die Rolle von Empathie: Für andere da sein, ohne dich selbst zu verlieren
Ein wichtiger Punkt der Podcastfolge: Es geht nicht darum, egoistisch zu werden oder Empathie abzuschalten. In „Was wir vermissen – und warum es uns fehlt (1)“ nenne ich Empathie, Zuhören und Mitgefühl als zentrale Qualitäten, die unsere Gesellschaft dringend braucht.
Der Unterschied ist:
- Empathie heißt, die Gefühle anderer wahrzunehmen – nicht, dein Leben nach ihnen auszurichten.
- Zuhören heißt, präsent zu sein – nicht, alle Probleme zu lösen.
- Mitgefühl heißt, helfen zu wollen – nicht, dich selbst zu vergessen.
Wenn du deine eigenen Grenzen klarer ziehst, werden deine Ja ehrlicher – und damit wertvoller für alle.
Praxis-Check: Was du heute konkret tun kannst
Wenn du aus der Podcastfolge und aus diesem Artikel etwas mitnehmen willst, probier diese kleine Drei-Schritte-Fragekette aus.
- Wo sage ich aktuell Ja, obwohl ich innerlich Nein meine? (Schreibe drei Situationen auf.)
- Welche meiner eigenen Projekte bleiben dadurch liegen? (Liste mindestens zwei – vielleicht inspiriert durch „Warum ist es wichtig, Ideen umzusetzen?“.)
- Welches eine mutige Nein kann ich in den nächsten sieben Tagen üben – und welchen Deep-Work-Block setze ich dafür in den Kalender?
Wenn du magst, lies im Anschluss „Schluss mit nett um jeden Preis – People-Pleasing und mentale Stärke“ und „Was wir vermissen – und warum es uns fehlt (1)“ noch einmal mit dieser Frage im Hinterkopf: Wo genau erkenne ich mich wieder – und wo will ich bewusst aussteigen?
Passende Podcasts:
- People Pleasing adé – Dein Podcast für Leadership & Karriere mit Sanftmut & Stärke
- ZEIT-Podcast „Geht’s dir auch so? – People-Pleasing“
- „People Pleaser: Wenn Führungskräfte keine Grenzen ziehen“
Passende Videos:
- YouTube: „Befrei dich vom schlechten Gewissen – mit Ulrike Bossmann“
- YouTube: „Gefälligkeits-Falle erkennen: So überwindest du People-Pleasing“
- YouTube: „People Pleaser: Wenn Führungskräfte keine Grenzen ziehen“
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